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Management von Learning Outcomes

Gemäß Middendorf und Pace beginnt der Lehr- und Lernprozess bei der Frage nach Lernhindernissen (Bottlenecks) für Studierende (Schritt (1) in Abbildung 1). Beim Erlernen von Softwarearchitektur-Fähigkeiten kann das beispielsweise die Frage sein, mit welchen konkreten Schritten man beim Entwurf denn beginnt. Eine Unsicherheit an dieser Stelle wirkt typischerweise als Blockade.

In den Schritten (2) und (3) werden Hemmnisse durch den Lehrenden mittels einer dekompositorischen Analyse der Kompetenzen aufgelöst: Wie macht der Experte das? Welche expliziten Schritte unternimmt er? Wie kann man diese weiter in Teilschritte zerlegen, damit auch ein Novize geführt diesen Weg gehen kann?

Das Learning Outcome aus dem Constructive Alignment [2] ist das ideale Beschreibungswerkzeug für diese hierarchisch untergliederten Kompetenzen. Statt nur ein einziges, globales Learning Outcome zu schreiben, kann die Veranstaltung auch durch eine Menge von rekursiv verschachtelten Learning Outcomes definiert werden, welche die zu erwerbenden Kompetenzen sehr feingranular beschreiben.

In der jetzigen Veranstaltung wurde dieser Ansatz in statischer Form (Excel) punktuell durchgespielt. Das Learning Outcome folgt dabei einer festen formalen Form:

Als

<Rolle>

kann ich

<Fähigkeit>,

vorausgesetzt

<Vorbedingungen>,

indem ich

<Teilfähigkeiten>

und abschließend

<abschließende Teilfähigkeit>,

so dass

<Nutzen der Fähigkeit>.