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In ausgewählten Modulen gibt es zu jedem Workshop einen Tutor-Prompt. Sie kopieren ihn mit einem Klick und fügen ihn in die KI Ihrer Wahl ein, die dann als Tutor für diesen Workshop arbeitet: Sie reflektiert mit Ihnen, was Sie mitgenommen haben, beantwortet Fragen auf Basis des Kursmaterials und hilft Ihnen, Ihr Lernen über das Semester festzuhalten.

Der Tutor ist eine Beta-Funktion. Es gibt ihn bisher nur in ausgewählten Modulen und dort nur für die Workshops, denen Kompetenzen zugeordnet sind. Derzeit ist das MEA im Wintersemester 2026/27. Rückmeldungen, was gut funktioniert und was nicht, sind ausdrücklich erwünscht, zum Beispiel im Discord des Moduls. Eine kurze Einführung gibt es auch als Foliensatz (PDF).

Wofür der Tutor gut ist

Nach einem Workshop bleibt oft etwas hängen, das man erst beim zweiten Nachdenken bemerkt: ein Begriff, der doch nicht so klar ist, eine Frage, die man im Workshop nicht gestellt hat. Der Tutor gibt Ihnen dafür einen Gesprächspartner, der den Workshop kennt.

  • Er steigt direkt mit einer Reflexionsfrage ein, etwa was Sie mitgenommen haben, was Sie überrascht hat oder was noch offen ist. Die Frage wechselt von Mal zu Mal. Sie müssen sich nichts überlegen, sondern antworten einfach.
  • Er beantwortet Ihre Fragen auf Basis des Kursmaterials, das im Prompt steckt: Ziel, Ablauf und Hausaufgabe des Workshops, die Kompetenzen des Tages und die Infopages dazu.
  • Er fragt zurück, statt nur zu erklären, und zwar nach Dingen aus Ihrer eigenen Arbeit, etwa einer Stelle auf dem Board oder in Ihrem Code. Typische Fehlvorstellungen kennt er und prüft sie mit einer gezielten Frage.
  • Er bewertet Sie nicht und gibt keine fertigen Lösungen für Abgaben.

Vor allem hilft er Ihnen, sich auf Reflexionen vorzubereiten. In MEA gibt es eine bewertete Reflexion am Ende des Grundlagenteils und eine am Ende des Moduls. Wer über das Semester mit dem Tutor gearbeitet und sein Learnlog geführt hat (siehe unten), hat für diese Reflexion das Rohmaterial schon beisammen, statt ein Semester aus dem Gedächtnis rekonstruieren zu müssen.

So benutzen Sie den Tutor

Am bequemsten geht das am Laptop oder PC.

  1. Öffnen Sie die Kursseite und gehen Sie zu dem Workshop, über den Sie nachdenken wollen. Unter “Tutor zu diesem Workshop” steht “Tutor-Prompt kopieren”.
  2. Klicken Sie darauf. Der Prompt liegt jetzt in Ihrer Zwischenablage. Er ist einige hundert Zeilen lang, weil er das Material des Workshops enthält.
  3. Öffnen Sie die KI Ihrer Wahl, etwa Claude, ChatGPT oder Gemini, und beginnen Sie einen neuen Chat. Geben Sie ihm einen Namen, an dem Sie ihn wiederfinden, zum Beispiel “MEA-Tutor”.
  4. Fügen Sie den Prompt ein (Strg+V oder Cmd+V) und schicken Sie ihn ab. Manche KIs machen aus einem so langen Text automatisch einen Anhang; das ist in Ordnung.
  5. Der Tutor bestätigt, für welchen Workshop er da ist, und stellt Ihnen gleich eine erste Frage. Ab da ist es ein Gespräch. Der Tutor duzt Sie übrigens: Er ist ein Lernpartner, nicht die Stimme der Lehrenden.

Manche KIs schneiden einen sehr langen eingefügten Text ab, Gemini zum Beispiel bei etwa 32.000 Zeichen. Der Tutor merkt das und sagt es Ihnen. Laden Sie den Prompt dann mit “als Datei herunterladen” herunter und schicken Sie ihn als Anhang, das geht in allen gängigen KIs.

Bestätigt der Tutor am Anfang nicht, dass er das Material lesen kann, oder antwortet er sichtbar an der Sache vorbei, fangen Sie lieber einen neuen Chat an, als mit einem Tutor ohne Grundlage weiterzumachen.

Ein Chat für das ganze Semester

Benutzen Sie für den Tutor immer denselben Chat. Nach dem nächsten Workshop kopieren Sie dessen Prompt und fügen ihn in denselben Chat ein. So kennt der Tutor das, was Sie vorher besprochen haben, und kann daran anknüpfen.

Ein Chat über viele Workshops wird allerdings lang, und lange Chats haben Grenzen: Manche KIs kürzen ältere Teile stillschweigend, und auch ohne Kürzung erinnert sich ein Modell an die Mitte eines langen Gesprächs schlechter als an Anfang und Ende. Deshalb gibt es das Learnlog.

Das Learnlog

Das Learnlog ist eine Datei, in der Sie Ihr Lernen über das Semester sammeln. Der Tutor schreibt Ihnen am Ende jedes Gesprächs einen kurzen Eintrag dafür, aus Ihrer Sicht und in der Ich-Form, so wie Sie es selbst notieren würden: worüber Sie nachgedacht haben, was Ihnen klarer geworden ist, und was Sie noch herausfinden wollen. Es sind Ihre Notizen, keine Bewertung.

Learnlog MEA, Workshop 15.10.2026, 22.10.2026
Darüber habe ich nachgedacht: ob das Tippen auf "Bezahlen" in der App schon ein Event ist.
Das ist mir klarer geworden: Das Tippen ist ein Command; das Event ist das, was danach gilt.
Das will ich noch herausfinden: woran ich auf unserem Board ein Pivotal Event erkenne.

So geht es:

  1. Der Tutor schreibt den Eintrag von sich aus, wenn Sie das Gespräch beenden, und bietet ihn zwischendurch an. Sie können ihn auch jederzeit anfordern: Schreiben Sie einfach “Learnlog”.
  2. Kopieren Sie den Codeblock mit dem Kopier-Knopf Ihrer KI.
  3. Hängen Sie ihn unten an Ihre Learnlog-Datei an, zum Beispiel mea-learnlog.md. Eine Datei pro Modul, neue Einträge immer unten.

Mit dem Learnlog verlieren Sie nichts, wenn der Chat verloren geht, zu lang wird oder Sie die KI wechseln: Beginnen Sie einen neuen Chat, fügen Sie zuerst Ihr Learnlog ein und danach den Prompt des Workshops. Der Tutor knüpft an Ihre Einträge an.

Wo die Datei liegt, entscheiden Sie. Ein Ordner auf Ihrem Rechner oder eine Notiz-App genügen. Legen Sie sie besser nicht in ein Repository, das bewertet wird, denn dort könnten wir sie lesen, auch wenn wir das nicht vorhaben. Wer mit Claude arbeitet, kann das Learnlog auch als Datei in ein Claude-Projekt legen, statt es einzufügen.

Für die Reflexion

Fügen Sie für eine Reflexion Ihr Learnlog in den Tutor-Chat ein und bitten Sie um eine Zusammenfassung: welche Themen Sie beschäftigt haben, was sich verändert hat, wo Sie wiederholt hängen geblieben sind, was offen ist. Das ist Rohmaterial. Die Reflexion selbst schreiben Sie, denn bewertet wird Ihr Nachdenken, nicht das der KI.

Was mit Ihren Daten passiert

Nichts davon erreicht uns. Der Prompt ist ein Text, den Sie in Ihre eigene KI einfügen; was Sie dort schreiben, bleibt zwischen Ihnen und dem Anbieter dieser KI, und dessen Bedingungen gelten. Fügen Sie keine personenbezogenen Daten anderer Menschen ein. In MEA dürfen Sie für den Tutor den Claude-Zugang aus dem Modul verwenden, denn er gehört zur Arbeit in diesem Modul.

Grenzen

Der Tutor kann sich irren, auch wenn er sich auf das Kursmaterial stützt. Maßgeblich für Termine, Abgaben und Regeln sind immer die Kursseite und ILU. Er ist kein Ersatz für Ihre Fragen im Workshop oder an uns, sondern eine Ergänzung für die Zeit dazwischen.

Fine print: Was im Prompt steht

Der Prompt wird beim Bauen der Website aus den Daten der Kursseite erzeugt, er ist also immer so aktuell wie die Seite. Er enthält:

  • die Anweisungen an die KI: Rolle, Einstieg, Regeln, das Format des Learnlog-Eintrags;
  • Zusammenfassung, Ziel, Ablauf und Hausaufgabe des Workshops;
  • die Kompetenzen des Workshops, mit den Indikatoren, woran man sie erkennt, und den typischen Fehlvorstellungen samt einer Prüffrage;
  • den Text der Infopages, die als Material genannt sind (eine sehr lange Infopage nur als Zusammenfassung mit Link), und Videos und Folien als Links.

Den Prompt können Sie lesen, bevor Sie ihn verwenden: Wenn der Kopier-Knopf nicht funktioniert, öffnet er den Text in einem neuen Tab.